Jul 08

Die Schweiz landet zusammen mit den Niederlanden mit der Verbreitung des Festnetz-Breitband-Internet an internationaler Spitze.  Auf 100 Einwohner kommen 38 schnelle Internet-Anschlüsse. Davon sind 27% über das Kabelnetz und 71% auf DSL – davon rund 80% mit dem ehemaligen Monopolisten Swisscom „unterwegs“. Der Anteil von Glasfaseranschlüssen beträgt in der Schweiz erst rund ein Prozent. Südkorea kommt hier schon auf fast 20 Prozent. Beim Breitband-Mobilfunk liegt die Schweiz im Mittelfeld.

Das sind erfreuliche Zahlen und es bietet immer noch viel Potenzial nach Oben, denn das heutige Kupferkabel hat ausgedient. Vorallem der Ausbau des Glasfasernetzes in der Schweiz wird gefordert und forciert. Schon allein durch die steigenden Datenmengen werden in Zukunft Hochbreitband-Netze unverzichtbar sein. Die nächsten Jahre werden zeigen wie schnell diese Forderung umgesetzt wird oder werden kann.

Hohe Preise
Weniger Spitze sind die Preise für das Breitband-Internet. Im internationalen Vergleich muss in der Schweiz für eine Leitung mit 1 Mbit pro Sekunde im Schnitt rund 7 Dollar bezahlt werden. In unserem Nachbarland Österreich bezahlt man für die selbe Leistung nur 2 Dollar. In den USA 4 Dollar und in Luxemburg um die 9 Dollar. Gemäss einer OECD-Studie waren nur fünf Länder teurer als die Schweiz. Auch kaufkraftbereinigt seien die Schweizer Preise eher hoch.

OECD – internationaler Preisvergleich pro Mbit/s

Solche Preisvergleiche und Aussagen sind meiner Meinung aber immer mit etwas Vorsicht zu geniessen. Klar ist, dass die Preise in der Schweiz allgemein höher sind als im Ausland. Wir wollen für den gleichen Service weniger bezahlen und wünschen uns schnellere Leitungen. In unserem jetzigen mehr oder weniger monopolisierten Markt sind grössere Preissenkungen kaum zu erwarten.

Das Hochbreitband-Netz mittels Glasfaser ist schon da und wird mit Sicherheit in nächster Zukunft weiteren Konsumenten zur Verfügung stehen. Nur ist der Preis von „einheitlicheren“ technischen Standarts, Koordination beim Bau und die Einbindung der Hauseigentümer und ganz wichtig; eines freien Wettbewerbs mit mehreren Anbietern abhängig. Mit Marktbedingungen wie heute, werden Schweizer Surfer weiterhin die Spitzenränge in internationalen Studien belegen. Preislich gesehen nota bene.

Quelle: BAKOM, netzwoche, 20Min.ch

 

Findest du die hohen Preise für das Schweizer Breitbandnetz gerechtfertigt? Wärst du bereit für ein Hochbreitband-Netz tiefer in die Tasche zu greifen? Wie ist deine Meinung zu diesem Thema?

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5 Antworten zu “Surfen in der Schweiz – zu teuer!”

  1. 1. Reto Joller sagt:

    Besonders der Vergleich mit Österreich scheint mir realistisch. Wieso ist es dort 3x günstiger? Kommt dazu, in der Schweiz gibt es nach wie vor Anbieter (z.B. WWZ) die noch nicht mal eine Flatrate haben. Und meine 100 Mbit/s zuhause sind auch nicht wirklich 100 Mbit/s.

  2. 2. Lemi Hacioglu sagt:

    Hallo Reto. Der Preisunterschied zu Austria ist extrem. Wahrscheinlich haben die dort mehr Wettbewerb, andere Angebote mit Flatrate ect. und die sogenannte letzte Meile ist dort vermutlich schon lange Geschichte.
    Ich habe zuhause eine 20 Mbit/s Leitung. D.h. ich bezahle für eine 20er, bekomme aber nur ca. 16 Mbit/s. durch die Litze. Solte ich einen Rabatt von 20% verlangen? :-)

  3. 3. Aniello Bove sagt:

    Hoi zämä. Was ist noch die grössere Frechheit finde, sind die Datenroaming Gebühren die unsere Betreiber verlangen. Auch wenn z.B. die Swisscom Pakete anbieten: http://www.swisscom.ch/res/mobile/international/index.htm?campID=SEM-SE-RES-DE-MOBILE%20-%20International%20Kommunizieren-Dataroaming-roaming

  4. 4. Lemi Hacioglu sagt:

    Bezüglich der Roamingabzocke, hat sich anscheinend der Preisüberwacher eingeschaltet. http://www.20min.ch/finance/news/story/30515371

  5. 5. SavannahHUFF21 sagt:

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